"Juzzflirtin" ist das besonders hörenswerte
Resultat eines Rendez-vous zwischen Sängerin Léah Kline und Pianist/Komponist Dirk
Balthaus. Eine Begegnung die musikalische Funken gesprüht hat. Ihre Texte führten
zu seiner Musik und umgekehrt. Dass die Amerikanerin Léah Kline, seit 2000 wohnhaft
in den Niederlanden, ihre Wurzeln im Theater (Gesang, Tanz uind Kabarret) hat ist
zu hören. Ihre Vermögen zu erzählen ist eindrucksvoll und wirkt ansteckend. Das
Spiel der Band (Dirk Balthaus Piano, Cord Heineking Kontrabass, Sebastiaan Kaptein
Schlagzeug und Yuchi Córdoba Percussion) ergänzt dies hervorragend. Auch in der
musikalischen Begleitung steht das "storytelling" zentral. Ausgeklügelte
Arrangements, raffinierte Intermezzi und spielerische Soli geben den Nummern ein
gewisses Extra und unterstützen die Texte in in einer vortrefflichen Art und
Weise. Kline ist eine Sängerin von Niveau. Unter anderem das gefühlvoll gesungene
'Minuano' (Musik Pat Metheny, Text Kurt Elling) bezeugt das. Sie besitzt eine gute
Phrasierung, ein wunderschönes Alt Timbre, Gefühl für Dynamik und Timing plus eine
exzellente Technik. Die Platte beinhaltet Nummern in Up Tempo und Swing, aber
auch Ballads und jazzy arrangeerde mehr oder weniger theatralische Nummern mit
Funk und Latin Einflüssen. Ein nicht zu vermeidener Flirt!"
Erschienen in Jazzflits Jahr 5, Nummer 10 (2007) © Frank A. Huser
Diese CD ist das Resultat der Zusammenarbeit
zwischen Textdichterin/Sängerin Léah Kline und Pianist/Komponist Dirk Balthaus. Sie
spielen, zusammen mit Bassist Cord Heineking, Schlagzeuger Sebastiaan Kaptein und
Percussionist Yuchi Córdoba elf Stücke, zum grössten Teil eigene Werke und zwei Covers
von u.a. Pat Metheny.
Wir hören eine starke Formation, die sich auf alle Gebiete des Jazz und Funk
begibt. Leicht und behende begleiten sie Sängerin Léah Kline die es versteht mit
ihrer Darbietung zu flirtin. Ihre scharfe und manchmal provozierende Intonation
ist ein Genuss für das Ohr. Sie verleietet den Zuhörer auf eine subtiele Art,
fasziniert ihn und erlangt ungemerkt seine Aufmerksamkeit. Unter anderem durch
ihre Tanz- und Schauspielerfahrung presenteert sie sich selbst und ihre Songs mit
viele Gefühl für Entertainement. Die gut versorgte Klangproduktion und das Artwork
machen dieses Album komplett. Stichworte: Finesse und leichte Verspieltheit.
Ntb muziekwereld Number 3 2007
An acoustic jazz band that plays pop songs, is the best way to describe JuzzFlirtin.
Fortunately they've found a sound that's considerable more raw than most of the
jazz/pop fusion attempts of the last years. He who expects cozy, pop tinted, by the
fire jazz à la Norah Jones will come away unsatisfied. The solid rhythm
section consists of a well-recorded double bass, acoustic piano, drums and an additional
percussionist. Keyboarder and arranger Dirk Balthaus laid down in the studio here and
there nice dirty organs and Rhodes-parts, and Kline grabbed also the opportunity to dub
in backing-vocals and doubled some of the leads. The purist listener might not value
the astronomy course sounding out in the lyrics: Wizards, lightning, darkness,
"synergy", "matter" and a parallel universe race by. And there is
talk of a potion red and white. "All I have left is headache severe (...) Where is
the wizard?' Sounds just like a hangover after a night of drugs and alcohol.
Rock'n & Roll!
MUSICMAKER, June 2007
Hameln. Freitagabend, "Jazz Club Time" im Lalu - ein Termin, der hohe Erwartungen weckt. Und die treuen
Fans dieser Reihe wurden nicht enttäuscht. Wieder hatte Jobst Walter Dietz ein sicheres Händchen bewiesen
und einen ganz besonderen Leckerbissen nach Hameln geholt. Mit JuzzFlirtin stand eine deutsch-amerikanische
Formation auf der Bühne, die sich nicht in ein Genre pressen lässt.
Dirk Balthaus, Pianist und musikalischer Kopf der Band, schaffte es, mit dem Programm eine grosse Bandbreite
aufzuzeigen. Seine Kompositionen flirteten mit den Zuhörern und mit den verschiedensten Stilrichtungen.
Da gab es mit "Orange Blossoms in Summertime" klassische Jazznummern, aber auch karibische Hurrikans wie
"The Wizard". Zu Beginn dieser Nummer stimmten Percussions und Bass auf den sich anbahnenden Sturm ein
und ehe man sich versah, spielten sich Yuchi Córdoba und Sebastian Kaptein in einen wahren Rausch.
Das Duell zwischen Drums und Percussions war ein Feuerwerk der Spielfreude zweier Vollblutmusiker, das
die anderen so mitzog, dass der Bass mit Cord Heineking zu tanzen begann.
Auch wenn in den meisten Nummern das Piano mit seinen hellen Tönen im Vordergrund stand, so war der
heimliche Star Yuchi Córdoba, der neben seinen Bongos mit einer Vielzahl weiterer Instrumente mehr als
nur den Hintergrundpart verdient hatte.
Mit poetischen und frechen Texten
Der Star im Rampenlicht war die Sängerin Léah Kline. Die Amerikanerin machte mit ihrer Ausstrahlung und
der Perfektion in Ausdruck und Stimme den Abend zu einem Genuss. Sie sang nicht nur davon, sie war
"The Voice". Blindes Verstehen demonstrierten sie und Dirk Balthaus nicht nur in der Darbietung,
sondern auch in der Entstehung der Musik. Léah Kline ist es, die diese wunderbar poetischen und frech
daherkommenden Texte zauberte, die einen bei allem Spass am Rhythmus immer wieder zum konzentrierten
Zuhören verleiteten.
Schade nur, dass viele Jazzfreunde dieses Konzert offensichtlich unterschätzt hatten - solch
hochwertige internationale Livemusik gibt es nicht alle Tage direkt vor der Haustür.
Dewezet 24. Februar 2008 15:48
LEER / KAE - Mit einer aussergewöhnlich lasziven, sinnlichen Stimme
verführte Léah Kline rund 90 Besucher im "Taraxacum". Auf Einladung von
Konzertveranstalter Karl-Heinz Krüger gastierte sie mit dem deutschen Pianisten
Dirk Balthaus als "JuzzFlirtin" in Leer.
Zwischen Jazz, Funk und Latin ist ihre Musik angesiedelt, die von
Percussioninstrumenten ebenso wie von Pianoklängen getragen wird. Die
Kompositionen schienen jedoch vor allem durch den Gesang der Amerikanerin
in höheren Sphären zu schweben.
Neben eigenen Stücken interpretierten Balthaus und Kline gemeinsam mit ihren
hochkarätigen Begleitmusikern auch Instrumentaltitel von anderen Jazzgrüssen wie
Pat Metheny. Kline ergänzte diese durch Fremdtexte und drückte ihren eigenen
Stempel mit viel Gefühl auf.
So brachte sie die Luft zum Flirren, eine schwüle Atmosphäre schaffte die richtige
Stimmung zum Flirten. Der Name ist Programm. Die Besucher waren fasziniert von der
ausdrucksstarken Präsenz der attraktiven Sängerin, die mit ihrer Stimme ein
bisschen an Sade erinnert.
Leer, Feb 2008